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Eigene Objekterkennungsmodelle (YOLO) trainieren

Das Object Detection Training Window trainiert YOLO-basierte Objekterkennungsmodelle mithilfe Ihres annotierten Datensatzes.

Das Training läuft am besten mit einer kompatiblen Nvidia GPU (siehe ../../before-you-start/system-requirements.md) und wenn das AugeLab Studio AI/GPU-Paket aktiviert ist.

Wenn das Training Window deaktiviert ist oder Laufzeit-/Abhängigkeitsfehler anzeigt, öffnen Sie das Module Downloader Window (../../user-interface/external-features/module-downloader.md) und installieren Sie die erforderlichen AI-Tools.

Erste Schritte

  1. Starten Sie AugeLab Studio.

  2. Öffnen Sie AI ToolsObject Detection Training Window

  3. Bereiten Sie vor:

    • einen Dataset-Ordner und eine Class Names File, erstellt mit dem AugeLab Studio Annotation Tool

    • oder einen Dataset-Ordner mit Bildern und YOLO-Labeldateien (.txt) im gleichen Ordner

    • eine Class Names Datei im .names-Format (jeweils ein Klassenname pro Zeile)

Das Training Window scannt Ihren Datensatz und zeigt die Dataset Analytics (Gesamtanzahl Bilder, annotiert/ nicht annotiert, und die Klassenliste) an, damit Sie Fehler frühzeitig entdecken.

1) Konfiguration

Das aktuelle Training Window verwendet ein einfaches Configuration-Panel statt eines rein menügesteuerten Workflows.

Select Dataset Folder

Wählen Sie den Ordner aus, der Ihre Trainingsbilder enthält.

Hinweise:

  • Es werden nur Dateien in diesem Ordner verwendet (bewahren Sie Ihre Trainingsbilder in einem Ordner auf)

  • Unterstützte Bildformate: .jpg, .jpeg, .png, .bmp, .tiff, .tif

Select Class Names File (.names)

Wählen Sie Ihre Klassenliste (Class Names File) aus.

Model Type

Wählen Sie eine Modellvariante im Feld Model Type.

Allgemein:

  • Varianten mit „Robust Ones“ sind langsamer, können aber höhere Genauigkeit erreichen — YOLOv4-Scaled ist ein guter Standard.

  • „Fast“-Varianten trainieren schneller und sind für leistungsschwächere PCs geeigneter.

  • „Micro / Nano“ sind für sehr kleine / Edge-Geräte-Modelle gedacht.

Optional: Custom Weights

Sie können mit eigenen bzw. vortrainierten Gewichten starten (Darknet .weights / Backbone .conv.*).

Gute Anwendungsfälle:

  • Fortsetzen eines vorherigen Trainingslaufs

  • Schnellere Konvergenz bei ähnlichen Datensätzen

2) Erweiterte Einstellungen (Advanced Settings)

Die Advanced Settings erlauben das Feintuning des Trainingsverhaltens (Speichernutzung, Geschwindigkeit und Genauigkeit).

Wichtigste Einstellungen:

  • Dataset Split Ratio (Train/Val): Anteil der Daten für die Validierung (beeinflusst mAP‑Reporting)

  • Network Input Size (Width/Height): Größere Eingaben helfen bei kleinen Objekten, benötigen aber mehr VRAM und verlangsamen das Training

  • Batch Size / Subdivisions: Hauptregler für GPU-Speicher-Probleme

    • Bei „Out of Memory“-Fehlern: Subdivisions erhöhen oder Batch Size verringern

  • Recalculate Anchors: Kann die Ergebnisse für eigene Datensätze verbessern (empfohlen für neue Datensätze)

  • Calculate Optimal Network Size: Optionaler Assistent zur automatischen Auswahl

  • GPUs to Use: Für Multi‑GPU‑Systeme (z. B. 0 oder 0,1)

  • mAP During Training: Zeigt Genauigkeitsfortschritt an, kann das Training etwas verlangsamen

  • Clear Previous Training: Neu starten vs. fortsetzen

  • Live Augmentation Options: Wendet während des Trainings on‑the‑fly Variationen an (erstellt keine zusätzlichen Dateien)

3) Training starten / stoppen

Sobald Dataset + Klassen gültig sind, wird die Hauptschaltfläche aktiv.

  1. Klicken Sie auf Start Training

  2. Überwachen Sie:

    • den Log-Bereich (Konsolenausgabe)

    • das Training Chart-Fenster (Loss / mAP)

  3. Klicken Sie auf Stop Training, um den Prozess zu beenden

Training Logging

Nach dem Training

Wenn das Training beendet ist (oder Sie es stoppen), prüfen Sie das im Log/Status angegebene Ausgabe‑Verzeichnis.

Nächste Schritte:

  • Laden Sie Ihr trainiertes Modell in Ihren Workflow (Inference)

  • Validieren Sie Ergebnisse an einem Holdout‑Set oder mit echtem Kameramaterial

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